{"id":22623,"date":"2022-04-26T16:14:00","date_gmt":"2022-04-26T14:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.maiwald.eu\/?post_type=presseberichte&#038;p=22623"},"modified":"2022-09-26T16:51:11","modified_gmt":"2022-09-26T14:51:11","slug":"welttag-des-geistigen-eigentums-2022","status":"publish","type":"presseberichte","link":"https:\/\/www.maiwald.eu\/de\/presseberichte\/welttag-des-geistigen-eigentums-2022\/","title":{"rendered":"Welttag des geistigen Eigentums 2022"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Geistiges Eigentum und Jugend: Innovationen f\u00fcr eine bessere Zukunft<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>In diesem Jahr steht der Welttag des geistigen Eigentums am 26. April unter dem Motto &#8222;Geistiges Eigentum und Jugend &#8211; Innovationen f\u00fcr eine bessere Zukunft&#8220;: \u00dcberall auf der Welt nutzen junge Menschen ihren Einfallsreichtum, ihre Neugierde und Kreativit\u00e4t, damit unsere Welt auch in Zukunft lebenswert bleibt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Anl\u00e4sslich des Welttags hat die Pr\u00e4sidentin des DPMA, Cornelia Rudloff-Sch\u00e4ffer, die Innovationsfreudigkeit junger Menschen gew\u00fcrdigt. Zudem warb sie daf\u00fcr, Jugendlichen neben technischem Verst\u00e4ndnis fr\u00fchzeitig ein Bewusstsein f\u00fcr gewerbliche Schutzrechte zu vermitteln (&#8230;).<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Welttag des geistigen Eigentums stellen wir hier drei innovative junge K\u00f6pfe aus Deutschland vor:&nbsp;Rieke-Marie Hackbarth, Jan Heinemann&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.maiwald.eu\/team\/carina-laemmle\/\">Dr. Carina L\u00e4mmle<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>(&#8230;)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Dr. Carina L\u00e4mmle &#8211; trennte als Jungforscherin mit einer selbstgebauten Apparatur ein Stoffgemisch in reine Bestandteile<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Von Deutschlands j\u00fcngster Hochschuldozentin &#8230;<\/h3>\n\n\n\n<p>Bereits in der 7. Klasse zeigt Carina L\u00e4mmle gro\u00dfes Interesse an Chemie und Physik. \u00dcber ihren Physiklehrer am Pestalozzi-Gymnasium in Biberach kommt sie dann in Kontakt mit dem Sch\u00fclerforschungszentrum S\u00fcdw\u00fcrttemberg (SFZ) im 30 Kilometer entfernten Bad Saulgau, das sie von dort an regelm\u00e4\u00dfig besucht. Das SFZ bietet Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern die M\u00f6glichkeit, eigene Forschungsprojekte durchzuf\u00fchren und ihre Ergebnisse bei nationalen und internationalen Wettbewerben zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Im SFZ entdeckt sie ihr Interesse daran, L\u00f6sungen f\u00fcr technische Probleme zu finden. Gemeinsam mit ihrem Team untersucht sie zun\u00e4chst mit Hilfe chromatographischer Methoden die Inhaltsstoffe einer Zwiebel. Sp\u00e4ter erforscht sie mit ihren SFZ-Projektpartnern Felix Engelmann und Simeon V\u00f6lkel die physikalische Grundlagen der Gegenstromchromatographie. &#8222;Wir wollten das aus physikalischer Sicht verstehen&#8220;, erkl\u00e4rt Carina L\u00e4mmle, &#8222;Die meisten Chemiker nutzen das Verfahren ohne zu wissen, warum und wie die Gegenstromchromatographie funktioniert. Ihnen reicht es aus, dass sie die Methode nutzen k\u00f6nnen.&#8220; Das Gegenstromchromatographie-Verfahren wird genutzt, um Stoffgemische an einer Grenzfl\u00e4che zweier nicht mischbarer Fl\u00fcssigkeiten in ihre reinen Bestandteile zu trennen.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Phasenkarussell&#8220; nennen die drei Jungforscher ihr Projekt: Zwei nicht-mischbare fl\u00fcssige Phasen kommen dabei zum Einsatz. W\u00e4hrend die eine Phase in einer Spule station\u00e4r zur\u00fcckgehalten wird, flie\u00dft die andere dar\u00fcber hinweg. Mit einer selbst gebauten Apparatur untersuchen die Jugendlichen, wie sich das Flie\u00dfverhalten in einer rotierenden Glasschraube in Abh\u00e4ngigkeit von deren Geometrie, Rotationsgeschwindigkeit und Schraubendurchmesser ver\u00e4ndert. Die Erkenntnisse aus dieser Analyse \u00fcbertragen sie auf&nbsp;<strong>eine selbstgebaute Apparatur, die es nun erlaubt, diese chromatographische Trennmethode auch anzuwenden.<\/strong>&nbsp;Bei Jugend forscht 2011 folgt ein glatter Durchmarsch von der Regional- \u00fcber die Landesebene bis zum Bundesfinale. Auch hier \u00fcberzeugen die drei jungen Wissenschaftler die Jury: Sie werden mit dem Bundessieg f\u00fcr die beste interdisziplin\u00e4re Arbeit der Bundesbildungsministerin ausgezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zuge ihrer Forschungsprojekte nimmt die Laufbahn der Jungforscherin noch eine ungew\u00f6hnliche Wendung: Bei einer F\u00fchrung durch die Hochschule im oberschw\u00e4bischen Biberach im Jahr 2011 entdeckt die Jungforscherin ein Massenspektrometer, das au\u00dfer Betrieb ist. Von ihren Forschungsprojekten am Sch\u00fclerforschungszentrum kennt sie die Methode und ihr Interesse ist geweckt, sich n\u00e4her mit dem Ger\u00e4t zu besch\u00e4ftigen. Allerdings ist ihr auch schnell bewusst, dass es eine Herausforderung wird, das Massenspektrometer wieder in die Benutzung zu nehmen. &#8222;Die Abschaltung tut den Vakuumpumpen gar nicht gut \u2013 au\u00dferdem kann man ein solch teures Ger\u00e4t nicht einfach in der Ecke verstauben lassen.&#8220; Der Dekan ist begeistert von so viel Leidenschaft, z\u00f6gert nicht lange und gibt Carina L\u00e4mmle die M\u00f6glichkeit, sich genauer mit dem Ger\u00e4t zu besch\u00e4ftigen. Nachdem das Ger\u00e4t wieder erste brauchbare Messwerte liefert, m\u00f6chte er das Wissen auch mit den Studierenden der Hochschule teilen. Deshalb engagiert er die Nachwuchswissenschaftlerin, um im Rahmen einer Vorlesung von Professorin Chrystelle Mavoungou im Bachelor-Studiengang &#8222;Pharmazeutische Biotechnologie&#8220; eine Einf\u00fchrung in das Ger\u00e4t zu geben. Und so kam es, dass Carina L\u00e4mmle einen kleinen Lehrauftrag an der Hochschule Biberach erhielt.<a><\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">&#8230; \u00fcber ein Chemiestudium zur Patentanwaltskandidatin<\/h3>\n\n\n\n<p>Nach ihrem Abitur studiert Carina L\u00e4mmle Chemie an der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen und der Universit\u00e4t Uppsala in Schweden. Zwischendurch verschl\u00e4gt es sie in die USA und zur\u00fcck nach Biberach, wo sie ihre Forschungst\u00e4tigkeiten im Rahmen von Laborpraktika absolviert. W\u00e4hrend ihrer Promotionsarbeit entwickelt sie am Max-Planck-Institut in Heidelberg molekulare Sonden zur Visualisierung biologischer Prozesse in der Fluoreszenzmikroskopie. Diese Sonden sollen in der Zukunft zum Beispiel in der virologischen Forschung zur Untersuchung von Retroviren eingesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2022 ist Carina L\u00e4mmle Patentanwaltskandidatin in einer M\u00fcnchener Patentanwaltskanzlei und bearbeitet Patentanmeldungen vom pharmazeutischen Produkt bis hin zum Halbleitermaterial. Wie sie darauf kommt, Patentanw\u00e4ltin zu werden? &#8222;Ich wollte nie technische Expertin auf nur einem Fachgebiet werden&#8220;, meint L\u00e4mmle. &#8222;Am Patentwesen gef\u00e4llt mir, dass man sich fachlich breit aufstellen kann und ganz vorne dabei ist, wenn es darum geht, neue technische Entwicklungen mitzuverfolgen. Au\u00dferdem hat es viel mit Kommunikation zu tun, was mir sehr viel Spa\u00df macht.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>In n\u00e4chster Zeit freut sich Carina L\u00e4mmle aber erst einmal auf das &#8222;Jugend forscht&#8220;-Finale Ende Mai in L\u00fcbeck. &#8222;Das findet endlich mal wieder in Pr\u00e4senz statt. Als ehemalige &#8222;Jugend forscht&#8220;-Gewinnerin bin ich als Gast dabei und freue mich nat\u00fcrlich auf viele spannende Projekte und Erfindungen der diesj\u00e4hrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Text ist eine Ver\u00f6ffentlichung des Deutschen Patent- und Markenamts. Den vollst\u00e4ndigen Artikel finden Sie hier: <a href=\"https:\/\/www.dpma.de\/dpma\/veroeffentlichungen\/hintergrund\/ganzbesonderetage\/world_ip_day_2022\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DPMA | Welttag des geistigen Eigentums 2022<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-22623","presseberichte","type-presseberichte","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.maiwald.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/presseberichte\/22623","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.maiwald.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/presseberichte"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.maiwald.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/presseberichte"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.maiwald.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/presseberichte\/22623\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22642,"href":"https:\/\/www.maiwald.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/presseberichte\/22623\/revisions\/22642"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.maiwald.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22623"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}